Schweizer Armee: Flugbegleiter Manuel Koch hält als Fourier die Logistik am Laufen

Wenn in der Schweiz über die Armee gesprochen wird, stehen meist Kampfjets, Panzer oder sicherheitspolitische Debatten im Mittelpunkt.

Weniger sichtbar sind jene Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass eine Armee überhaupt funktioniert. Menschen wie Fourier Manuel Koch.

 

Der 24-Jährige gehört zu jener Generation von Milizsoldaten, die Verantwortung als Chance verstehen. Im Zivilleben arbeitet Manuel Koch als freischaffender Flugbegleiter und kann seine Einsätze weitgehend selbst einteilen. Parallel dazu fährt er auf Stundenlohnbasis für die Logistikbasis der Armee. Eine Tätigkeit, die seinen Bezug zum Militär auch ausserhalb des Dienstes prägt.

In Uniform hat sich Koch Schritt für Schritt entwickelt: vom Soldaten über den Wachtmeister bis zum Fourier. Militärdienst sei für ihn nie nur eine Verpflichtung gewesen, sondern auch eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.



Von der Gastronomie in die Fahrerkabine

Ursprünglich arbeitete Koch in der Gastronomie. Nicht alle trauten ihm zu, die Armee durchzuziehen. Skeptische Kommentare motivierten ihn, sich zu beweisen und Verantwortung zu übernehmen.

Besonders geprägt hat ihn die Ausbildung zum Militärfahrer in der RS. Zwölf Wochen Fahrschule gehören dort zum Alltag. Theorie, Fahrpraxis und Strassenfahrten wechseln sich mit militärischer Ausbildung ab. Diese intensive Zeit habe ihm viel zurückgegeben, sagt er. Militärfahrer erwerben Fähigkeiten, die oft auch im zivilen Berufsleben nützlich sind.

Freiwillig engagiert

Koch engagiert sich heute im Verband Schweizerischer Militär-Motorfahrer-Vereine (VSMMV). Viele kennen den Verband kaum. „Wenn wir sagen, wir seien vom Militärmotorfahrerverein, dann gibt es oft Fragezeichen“, erzählt er.

Die Mitglieder engagieren sich freiwillig und nebenamtlich. Viele haben ihre Funktion als Motorfahrer oder Militärmotorradfahrer in der Armee erlernt und bleiben dem Bereich auch ausserhalb der Dienstpflicht verbunden. Sie investieren Freizeit, bilden sich weiter und erhalten Fähigkeiten, die im Ernstfall entscheidend sein können. Gerade wenn zusätzliche Kapazitäten benötigt werden oder nicht genügend militärische Fahrer im aktiven Dienst verfügbar sind, kann die Armee auf dieses Netzwerk zurückgreifen. Damit ergänzt der Verband unser Milizsystem.

Materialtransport und sichere Verbindungen

Die Aufgabe der Motorfahrer geht weit über das Fahren von Lastwagen hinaus. Motorfahrer sorgen dafür, dass Material dorthin gelangt, wo es gebraucht wird, halten Versorgungsketten am Laufen und sichern die Beweglichkeit von Verbänden. Militärmotorradfahrer wiederum kommen dort zum Einsatz, wo Schnelligkeit und sichere Verbindungen entscheidend sind.

Am Ende des Gesprächs formuliert Koch einen Wunsch: Der Chef der Armee solle einmal einen Tag bei ihnen verbringen. Nicht für eine Inspektion, sondern um zu sehen, was sie tun und mit welchem Einsatz diese oft wenig sichtbare Arbeit geleistet wird.

Es ist keine grosse Forderung. Eher eine Erinnerung daran, dass Sicherheit nicht von selbst entsteht. Sie entsteht, weil Menschen wie Manuel Koch Verantwortung übernehmen.

 

Quelle: Schweizer Armee; Text: Kommunikation Verteidigung, Mathias Müller, von KI unterstützt
Bildquelle: © VBS/DDPS

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