Schweizer Armee: 79 % der Stellungspflichtigen 2025 als diensttauglich beurteilt
Insgesamt wurden im Jahr 2025 in den sechs Rekrutierungszentren der Schweizer Armee total 37’029 Stellungspflichtige abschliessend beurteilt.
25’904 von ihnen sind tauglich für den Militär- und 3’433 für den Schutzdienst (Zivilschutz). Damit betragen die Militär- und Schutzdiensttauglichkeit zusammen 79,2%. Zudem konnte die Armee 422 Frauen für den Militärdienst gewinnen.
2025 erhielten insgesamt 37’029 Stellungspflichtige einen definitiven Entscheid. Dies sind 894 mehr als im Jahr 2024. Die Gründe hierfür liegen in der demographischen Entwicklung sowie der Möglichkeit des flexiblen RS-Starts. Es wurden 25’904 (70,0%) als militärdiensttauglich, 3’433 (9,3%) als schutzdiensttauglich und 7’692 (20,8%) als medizinisch untauglich beurteilt. Weitere 1’506 Stellungspflichtige und 32 Frauen wurden aus verschiedenen Gründen zurückgestellt.
Die Militärdiensttauglichkeit ist 2025 mit 70,0% gegenüber 70,21% im Vorjahr praktisch konstant geblieben. Sie variiert in den einzelnen Kantonen zwischen 61,4% und 85,4%. Die Tauglichkeit für den Schutzdienst (Zivilschutz) beträgt im schweizerischen Durchschnitt 9,3% und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,14 Prozentpunkte gesunken. Die Zahlen pro Kanton können der Datei am Ende dieses Beitrags entnommen werden.
Körperliche und psychische Gründe
Kann jemand aus medizinischen Gründen weder Militär- noch Schutzdienst leisten, kann dies körperliche, psychische oder gemischte Ursachen haben. Bei den körperlichen Ursachen stehen Probleme im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund. Im psychischen Bereich sind wiederholte oder chronische psychische Erkrankungen, fehlende Stressresistenz sowie Substanzkonsum mit Folgen auf die Alltagsfunktionalität häufige Gründe.
422 Frauen einer Funktion in der Armee zugeteilt
Die Anzahl Zuteilungen von Frauen zur Armee ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Im Jahr 2025 wurden 451 Frauen für den Militärdienst beurteilt und 422 einer Funktion in der Armee zugeteilt. Dies sind 45 Frauen weniger als im Vorjahr. Die Tauglichkeit für den Militär-dienst liegt bei den Frauen bei 84,9 %, was dem Vorjahreswert entspricht. Ferner wurden 88 Frauen dem Zivilschutz, auch für Einsätze in Care Teams der Kantone, zugeteilt. Weitere 22 Frauen konnten für den Rotkreuzdienst gewonnen und 105 Frauen für den friedensfördernden Einsatz empfohlen werden.
483 Risikoerklärungen erlassen
Im Jahr 2025 wurden im Rahmen der Personensicherheitsprüfung sämtlicher Stellungspflichtiger 483 Risikoerklärungen erlassen. Mit der Durchführung von Personensicherheitsprüfungen anlässlich der Rekrutierung will die Armee verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, Zugang zu Armeewaffen erhalten. Eine Risikoerklärung hat von Gesetzes wegen in jedem Fall die Nichtrekrutierung der betroffenen Person zur Folge.
Quelle: Schweizer Armee / VBS
Bildquelle: © VBS/DDPS